Internationales Haus Sonnenberg e.V.
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14.10.2016

23 Jahre... ?

So lange läuft das Programm „Langzeitwirkungen des Nationalsozialismus“ schon und findet immer noch großes Interesse. Bis heute werden die Auswirkungen der NS-Zeit wahrgenommen, besonders auch bei dem in dieser Tagung diskutierten Thema „Flucht und Vertreibung“. Die gut besuchte Veranstaltung fand mit dem Besuch des Grenzdurchgangslagers und Museums Friedland eine interessante Bereicherung. Dort wurden nach dem zweiten Weltkrieg zunächst etwa 2Mio. Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten aufgenommen. Bis heute fanden insgesamt mehr als 4 Millionen Flüchtlinge aus den Krisengebieten der Welt hier den Eintritt in ihre neue Heimat. Die Tagung beschäftigte sich u. a. auch mit der 1950 erstellten Charta der Vertriebenen, die zum 60sten Jahrestag ihrer Verabschiedung mit Debatten im deutschen Bundestag erneut Aktualität erlangte.

Finn Rowold, langjähriger dänischer Freund des Hauses und Vorstandsvorsitzender der International Sonneberg Association berichtete über die Rolle seines Landes in der dramatischen Schlussphase des dritten Reiches 1945, in der die Bevölkerung Ostpreußens nach der Flucht über die Ostsee dort eine erste Aufnahme fand. Tagungsleiter Lutz Heinke vermittelte zusammen mit dem Historiker Robert Liebscher und vielen historischen Filmdokumenten einen in fünf Tagen detaillierten Einblick in heute wieder sehr aktuelle Geschehnisse.